Canyoning im Allgäu

Canyoning oder zu Deutsch „Schluchteln“ ist die neue Trendsportart im Allgäu.

Christoph Ebert, Geschäftsführer des Burgberger Canyoningveranstalters Die Canyonauten, erklärt uns hier, was es damit auf sich hat.


Beim Canyoning folgt man dem Lauf alpiner Gebirgsbäche (meist bergab) mitten im Flussbett. Steilstufen und Wasserfälle sind die Hindernisse, die es kletternd, abseilend aber auch springend und rutschend zu überwinden gilt.

Canyoning kann somit als Symbiose von Berg- und Wassersport gelten und bezaubert mit einer ganz eigenen Schönheit.

Abseilen unter dem Wasserfall

Canyoning ist die Perfekte Mischung aus Berg- und Wassersport

Ostertaltobel und Starzlachklamm als geologisches Beispiel für das Oberallgäu

Bekannt und beliebt sind vor allem der Ostertaltobel und die Starzlachklamm in Sonthofen-Winkel.

An den beiden Touren links und rechts der Iller zeigt sich beispielhaft die geologische Besonderheit des Oberallgäus als „Gesteinsscheide“.

Gegenüber dem bizarr anmutendem Molassegestein der Nagelfluhkette im Westen des Illertales bietet die Starzlachklamm im Osten dem Wasser mit ihrem harten und von Versteinerungen bereicherten Nummulitenkalk deutlich mehr Widerstand

Ein Fakt, der sich auch im Schluchtencharakter widerspiegelt, denn während der Ostertaltobel sich offen und lichtdurchflutet präsentiert, zeigt die Starzlachklamm ein finsteres und enges Gesicht.

Der offene und grüne Ostertaltobel

Die spektakuläre, eng eingeschnittene Starzlachklamm

Gemeinsam allerdings sind beiden Schluchten die herrlichen Pools sowie jede Menge Action, die sich vom Weg aus nur erahnen lässt.

Erweitert durch Schluchten bei unseren nahen österreichischen Nachbarn hat sich das Allgäu in den letzten Jahren zu einem Hot-Spot des Canyoning entwickelt und zahlreiche Gäste angezogen.

Canyoning umweltfreundlich

Die Faszination des Canyoning ist im Allgäu schon seit Jahrzehnten allgegenwärtig, wenn sich beispielsweise die Burgberger Dorfjugend die Rutsche bei Rudi’s Klammhütte in der Starzlachklamm hinunterschießt.

Doch der neue Trendsport „Canyoning“ ist dennoch nicht bei allen Allgäuern willkommen…

Die Ängste sind vielfältig und aus der Sicht manches Anliegers auch nachvollziehbar.

Und dennoch bietet gerade die umstrittene Sportart Canyoning hervorragende Ansatzpunkte um sich umweltverträglich lenken zu lassen, da sie fast ausschließlich in Begleitung qualifizierter Guides erfolgt.

Die Mehrzahl der Allgäuer Canyoninganbieter hat sich unlängst dem Verband Allgäuer Outdoorunternehmen (VAO) angeschlossen, der einsehbare und umweltverträgliche Regelungen für diese junge Sportart beschlossen hat.

Selber Canyonaut werden

Wer selbst einmal losziehen will, um sich den Spaß Canyoning zu gönnen, der sollte eines nicht vergessen: die Kombination aus alpinen und Wassergefahren macht spezielle Techniken und Equipment notwendig, über die reine Bergsportler in der Regel nicht verfügen.

Es empfiehlt sich daher zunächst einmal an einer geführten Tour teilzunehmen. Und wer gefallen daran findet kann jederzeit in der Canyoningschule das nötige Know-How erwerben.

Bestens betreut durch professionelle Guides

Beim Canyoning sind spezielle Seilmanöver und Spezialausrüstung unumgänglich

Dies ist ein Gastbeitrag. Alle Text- und Bildrechte liegen bei Christoph Ebert.
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