Vorfreude

Im Illertal und im Unterland breitet sich ein leuchtendes Blütenmeer über dem frischen grün der Wiesen und Felder aus. Leuchtend gelb zieht der Löwenzahn im Allgäu ein und zieht mich magisch in seinen Bann. Die 2000er bei Oberstdorf verharren noch in ihrem dicken, weißen Mantel aus Schnee und Eis.

Und auch die mittleren Lagen linker und rechter Hand des Illertals haben ihr Winterfell noch nicht vollständig abgelegt. Dort, wo der Schnee weicht, breiten sich Krokus, Schlüsselblume und Huflattich auf dem noch braun gefärbten, kargen Untergrund aus. In tieferen Lagen sind sie bereits verblüht.

Der Bergsommer mit seinen langen, wärmenden Sonnenuntergängen ist noch fern. Dennoch ist die Vorfreude das Bevorstehenden greifbar. Die Unruhe zieht mich nach draußen, sie zieht mich nach oben. Nach den vielen, langen und kalten Wintertagen, dem nassen und kühlen April, möchte ich jeden Sonnenstrahl aufsaugen und festhalten.

Jedes Vogelzwitschern klingt wie ein Freudenschrei. Jede neue Blüte ist wie ein Lächeln. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Sie fasziniert wie in jedem Jahr. Und tatsächlich. Die ersten kleineren Touren auf Sonnenkopf oder Ofterschwanger Horn sind wie eine Befreiung. Eine Befreiung aus der Umklammerung des Winters. Wie das Strecken nach dem Aufstehen. Ein tiefes Luft holen. Ein einziger tiefer Atemzug. Unweigerlich bemerke ich ein Lächeln auf meinen Lippen. Gibt es einen schöneren Ort?

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